Das Foto zeigt ein nasses MeerschweinchenJackson Stock Photography / shutterstock.com

Kälte, Regen und Nässe im Außengehege: Wann können die Meerschweinchen nach draußen?

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Die Außenhaltung von Meerschweinchen kann für die Tiere unter Umständen gefährlich werden und erfordert daher gewisse Vorkenntnisse und etwas Feingefühl. Vor allem Kälte, Regen und Nässe im Außengehege können den Meerschweinchen zu schaffen machen.

Dürfen Meerschweinchen generell bei Kälte, Regen und Nässe draußen gehalten werden?

Wildlebende Meerschweinchen leben das ganze Jahr über im Freien, ganz egal, ob gerade die Sonne scheint, ob es regnet oder schneit. Sie ziehen sich bei Bedarf in ihren Unterschlupf zurück. Außerdem verfügen sie über ein dickes Fell, welches sie vor allem möglichen Wettereinflüssen optimal schützt.

Selbstverständlich ist es also möglich, dass Meerschweinchen bei Kälte, Regen, Nässe und allen anderen Witterungsbedingungen im Freien leben.

Wichtig!

Den Meerschweinchen optimale Voraussetzungen schaffen, unter denen sie sich draußen schützen können.

Das Foto zeigt ein Meerschweinchen, das im Freilauf in einem Haus sitztPeter Turner Photography / shutterstock.com

Meerschweinchen vor Sonne schützen

Hitze vertragen die Tiere nicht besonders gut, weshalb sie im Sommer optimal geschützt werden sollten. Als ideal erweist sich für die Außenhaltung daher ein halbschattiger Platz, sodass sich die Nager jederzeit in den Schatten zurückziehen können.

Achtung!

Stauhitze sollte unbedingt vermieden werden, denn diese kann für die Tiere überaus gefährlich werden. Achten Sie daher in allen Bereichen auf eine ausreichende Belüftung und wählen Sie Häuser aus, die groß genug sind, damit die Luft darin zirkulieren kann und sich nicht staut.

Am besten eignet sich für den Außenbereiche ein großer Stall, in dem mehrere Tiere Unterschlupf finden. Hierdurch verhindern Sie stauende Hitze und die Tiere können sich im Winter bei Bedarf gegenseitig wärmen. Dennoch sollten Sie auch Unterschlupfmöglichkeiten für einzelne Tiere integrieren. Hierbei könnte es sich beispielsweise um Tunnel, Brücken oder Wurzeln handeln

Meerschweinchen vor Regen und Nässe schützen

Meerschweinchen mögen Regen nicht und machen in der Regel auch um Wasser einen großen Bogen. Stellen Sie daher sicher, dass sich die Tiere bei Regen unter ein Dach zurückziehen und das sich im Außengehege keine Pfützen bilden können. Dies erreichen Sie beispielsweise durch ein ausreichendes Gefälle oder durch eine Drainage.

Das Foto zeigt ein Meerschweinchen, das aus einem Stall herausschaut, der im Außengehege stehtMysikrysa / shutterstock.com

Auch feuchte Nässe fühlt sich für die Tiere unangenehm an. Stellen Sie daher sicher, dass der Stall und die Unterschlupfmöglichkeiten gut belüftet sind, sodass keine feuchte Luft entsteht. Diese könnte ohnehin zur Schimmelbildung führen und sollte daher vermieden werden.

Werden die Meerschweinchen trotzdem einmal nass, ist dies kein Beinbruch, denn das dicke Fell schützt die Tiere normalerweise sehr gut. Leidet ein Meerschweinchen jedoch an einem geschwächten Immunsystem, kann es eine Erkältung oder gar Schlimmeres bekommen. Deshalb sollten Sie immer auf Nummer sicher gehen und den Tieren den bestmöglichen Schutz bieten.

Es besteht auch die Möglichkeit, das Tier mit einem Handtuch vorsichtig trocken zu tupfen.

Kein Fön!

Bitte keinen Fön  verwenden, denn dieser kann die Meerschweinchen erschrecken und unter Umständen zu heiß werden.

Meerschweinchen vor Kälte schützen

Auch wenn Meerschweinchen lieber Kälte als Wärme mögen, sollten sie der Kälte keinesfalls schutzlos ausgesetzt sein.

Halten Sie die Meerschweinchen das ganze Jahr über im Freien, sollten Sie sicherstellen, dass sich die Tiere bei Bedarf an einen warmen Ort zurückziehen können. Idealerweise handelt es sich dabei um einen geschlossenen, gut geschützten, isolierten Stall, der die eisigen Temperaturen etwas abmildert.

Schon gewusst?

Im Winter können Sie zusätzlich Heizelemente verwenden. Hierfür eignen sich beispielsweise Strahler, Heizmatten und vor allem beheizte Wasser- und Futternäpfe.

Das Foto zeigt Meerschweinchen in einem geschützten StallMin Wan / shutterstock.com

Wann können die Meerschweinchen ins Freie?

Halten Sie Ihre Meerschweinchen nicht das ganze Jahr über sondern nur saisonal im Freien, sollten Sie den perfekten Zeitpunkt finden, um die Tiere nach draußen zu setzen. Andernfalls besteht Erkältungsgefahr.

Beachten Sie Folgendes, bevor Sie Meerschweinchen nach draußen setzen:

  • setzen Sie die Meerschweinchen niemals bei Bodenfrost ins Freie. Als ideal erweist sich der Zeitraum zwischen Mai und September, da es in dieser Zeit in der Regel keinen Frost gibt
  • die Außentemperatur sollte bei mindestens 12 bis 15 °C liegen
  • Jungtiere und ältere Meerschweinchen sollten nur bei angenehmen Temperaturen und einem trockenen Boden nach draußen gelassen werden, damit sie sich nicht erkälten
  • erkrankte Meerschweinchen bleiben am besten so lange im Wohnungsgehege, bis sie sich vollständig kuriert haben

Sinnvolle Utensilien

Meerschweinchen können ohne Probleme auch bei Regen, Nässe und Kälte im Freien bleiben, wenn sie einen entsprechenden Schutz geboten bekommen.

Folgende Utensilien sind wichtig, um Meerschweinchen zu schützen:

  • Dichtes Dach als Unterschlupf
  • Ein großer Stall als Unterschlupf (die Luft darf sich nicht stauen!)
  • Einzelne Unterschlupfmöglichkeiten für jedes Tier wie beispielsweise Wurzeln, Tunnel oder Brücken
  • Solide Dämmung des Stalles, wenn die Meerschweinchen bei heißen oder eiskalten Temperaturen im Freien leben
  • Heizmatte oder andere geeignete Wärmequelle, wenn die Tiere auch im Winter draußen gehalten werden
  • Beheizbare Wasser- und Futternäpfe (optional)
Das Foto zeigt ein Meerschweinchen in einem ausgehöhlten BaumstammCora Mueller / shutterstock.com

Häufige Fragen zum Thema Außengehege

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